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30.11.-0001 00:00

Bibelübersetzung und Bibelauslegung

Woran erkennen wir eigentlich eine gute Bibelübersetzung? Gibt es das überhaupt? Oder haben vielmehr alle Ihre Vor- und Nachteile. Welche Schlüsse ziehen wir daraus, dass sie Vor- und Nachteile haben?

Einer meiner Lehrer begann seinen Unterricht im Fach Bibelübersetzung so:

Sie schlagen Johannes 3,16 auf und wenn es einigermaßen so klingt, wie sie es kennen, dann ist es eine gute Übersetzung.

Ich fühlte mich damals ertappt. Sie auch? ;-)

In diesem Abschnitt geht es weniger um Unstimmigkeiten in der Bibel. Ich möchte in diesem Teil gern darauf eingehen, was man bei Bibelübersetzungen bedenken sollte. Die Sache ist nämlich nicht so einfach, wie man denken könnte.

In meiner Zeit als Christ, habe ich sehr viele verschiedene Meinungen zu Bibelübersetzungen vertreten. Zu Beginn las ich Luther, fand es aber nicht besonders toll. Doch ich hatte mich an den Wortlaut gewöhnt, der ja überall verwendet wurde. Also war es zwar irgendwie ätzend, aber dennoch gut.

Freunde hatten die Elberfelder. Ich hatte sie bald auch. Sie war noch viel atzender. Nicht nur, dass ich die Texte nicht auf Anhieb verstand - nein - sie klangen auch noch anders, als ich es gewöhnt war. Teilweise verstand ich nicht mal mehr ansatzweise, worum es in einem Vers ging. Aber es ging noch krasser.

Die Pfingstler am Ort schleppten plötzlich die Konkordante Übersetzung ein. Die war nun plötzlich so genau, dass sie sogar neue Vokabeln wie z. B. das Wort "Flügler" einführte. Denn das in der Bibel verwendete Wort schließt Fledermäuse mit ein. Die Übersetzung mit "Vögel" wäre demnach ungenau. Was soll ich sagen. Auch ich habe eine Konkordante im Schrank stehen, auch wenn sie sogut wie unbenutzt ist.

Nach der Bibelschule verwendete ich sehr häufig - man höre und staune - die Gute Nachricht. Über wenige Übersetzungen habe ich soviel Schmähworte gehört, wie über die Gute Nachricht und Hoffnung für alle. "Hoffnung für manche" haben wir sie früher genannt.

Bibelauslegung

Bibelübersetzung und Bibelauslegung liegen sehr nah beieinander. Darum will ich sie vorerst mal in einem Punkt zusammenfassen.

Denkanstoß

In diesem Abschnitt möchte ich gern mal darlegen, was alles schiefgehen kann, auf dem Weg des Wortes Gottes zu seinen Menschen. Ich zeige hier bewusst keine Fehler auf, sondern bringe nur Beispiele aus dem Leben. Einfach nur zum locker darüber nachdenken, ob dieser Begriff "bibeltreu" wirklich Sinn macht. So viele Dinge sind zu beachten, um einen Text wirklich richtig zu verstehen. Ist es überhaupt möglich, einen Text wirklich richtig auszulegen und zu verstehen? Bringt es überhaupt etwas, die Bibel an irgendeiner Stelle aufzuschlagen und ein Kapitel zu lesen? Ist es überhaupt möglich, ein Kapitel einfach so zu verstehen? Ich habe große Zweifel daran.